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Motivation
 

Schon als Gymnasiast interessierte ich mich für politische und wirtschaftliche Themen. Nach dem Studienabschluss begann ich meine berufliche Laufbahn beim damaligen Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA) und spezialisierte mich auf die Arbeitsmarkt- und die Ausländerpolitik. So wurde ich mit den unterschiedlichen Standpunkten der Sozialpartner und der politischen Parteien in den zentralen Bereichen der Wirtschaftspolitik konfrontiert. Während nahezu 16 Jahren lernte ich die Anliegen und Sorgen der Unternehmer und speziell der gewerblichen Klein- und Mittelbetriebe verstehen. Dadurch entwickelte sich mein Wille, mich für die Wettbewerbsfähigkeit des Gewerbes einzusetzen, obwohl ich mich damals - als Bundesbeamter - parteipolitisch nicht engagieren wollte.

Erst nach meinem Wechsel in die Privatwirtschaft als Leiter der Hauptabteilung Materialwirtschaft und Logistik einer internationalen Unternehmung der Kunststoffbranche (REHAU) entschloss ich mich, Parteimitglied der FDP zu werden und trat im Mai 1987 der lokalen Sektion Muri-Gümligen bei.
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Warum die FDP?
 

Im Vordergrund meines politischen Engagements steht die Überzeugung, dass der individuellen Freiheit und der Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger im Staat und in der Gesellschaft ein hoher Stellenwert einzuräumen ist. Dieser Grundsatz muss auch für das wirtschaftliche Handeln gelten. Der Staat als Gesetzgeber, Ausführungsorgan und richterliche Instanz sollte nur insoweit Vorschriften erlassen, Kontrollen durchführen und Sanktionen ergreifen, als dies für die Wohlfahrt der Bevölkerung, für die Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit sowie zum Schutze gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, kultureller oder religiöser Minderheiten und benachteiligter Menschen nötig ist. Natürlich erfordern die Probleme des Zusammenlebens, des gesellschaftlichen und sozialen Wandels, sowie der technologischen Entwicklung staatliche Regelungen und Eingriffe; immer aber sollen die persönliche Entscheidungs- und Entfaltungsmöglichkeit der Bürgerinnen und Bürger im Auge behalten werden.

Von allen politischen Parteien unseres Landes steht die FDP Schweiz diesen Prinzipien am nächsten. Aus diesem Grunde bin ich Mitglied dieser Partei.
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Politischer Werdegang
 

Ich habe mich seit meinem Beitritt zur FDP im Jahr 1987 fast ausschliesslich mit nationalen Themen befasst. Mit Ausnahme einer Mitgliedschaft während 7 Jahren in der Primarschulkommission der Gemeinde Muri-Gümligen war ich deshalb nie Mitglied einer Behörde oder eines Parlaments auf Gemeinde- oder Kantonsebene.

Im Jahre 1995 kandidierte ich erstmals bei den Nationalratswahlen und erreichte damals den ersten Ersatzplatz auf der FDP-Liste. 1999 wurde ich in den Nationalrat gewählt.

Wöhrend 12 Jahren war ich Mitglied der nationalrätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N) und durfte im Jahre 2005 das Präsidium dieser Kommission übernehmen.
 
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Politische Erfolge
 

In den 12 Jahren als Nationalrat durfte ich eine ganze Reihe von Erfolgen verbuchen, musste aber auch einige Niederlagen einstecken. Ich beschränke mich hier auf drei Beispiele von erfolgreichen Interventionen:

Mittels einer Parlamentarischen Initiative (00.404) gelang es mir, die Dienstleistungen der AHV-Ausgleichskassen, sowie der Familienzulagenkassen von der Mehrwertsteuer (MWst) zu entlasten. Sowohl der Nationalrat als auch der Ständerat stimmten diesem Vorschlag mit grosser Mehrheit zu und beschlossen, die AHV und Familienausgleichskassen ganz von der Mehrwertsteuerpflicht zu befreien, was letztlich allen Versicherten zu Gute kommt.

Ein voller Erfolg war auch meinem Vorschlag für eine neue Regelung des Erwerbsersatzes bei Mutterschaft (01.426) beschieden, nachdem das Thema Mutterschaftsversicherung während mehr als 60 Jahren auf der politischen Traktandenliste ungelöst verblieben war. Mein Lösungsvorschlag überzeugte nicht nur den Bundesrat und das Parlament, sondern letztlich auch die Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, welche der Revision des Erwerbsersatzgesetzes im Jahre 2004 in einer denkwürdigen Volksabstimmung zustimmten.

Meinen vielleicht grössten politischen Erfolg konnte ich im Jahre 2005/2006 im Zusammenhang mit dem neuen Bildungsrahmenartikel unserer Bundesverfassung verbuchen. Mit einem Einzelantrag verlangte ich während der Ratsdebatte die Anerkennung der Gleichwertigkeit zwischen der rein schulischen Ausbildung und der Berufsbildung in unserer Bundesverfassung. Beide Räte stimmten diesem Grundsatz zu und das Schweizervolk hiess den neuen Verfassungsartikel im Mai 2006 mit überwältigender Mehrheit gut.